
Hans Hilfer, erster Schulleiter
1976 bis 1983
Schule ohne Schüler
Die ersten Lehrer waren Benno Varelmann, Franz Ruholl und Heinz Lübbe. Im Oktober 1976 wurde als erste Sonderschullehrerin Heidi Ignatzek eingestellt. Sie übernahm die kommissarische Schulleitung, bis im Februar 1977 Hans Hilfer zum Schulleiter ernannt wurde. Dies geschah auf Empfehlung von Professor Ulrich Oskamp, der an der Universität Köln das Seminar für Körperbehindertenpädagogik leitet und zu dem die Josefs-Gesellschaft noch heute gute Beziehungen pflegt. Nach dem Ausscheiden von Hans Hilfer im Juni 1982 übernahmen die Kollegen Christa Meyer, Heinz Lübbe und Benno Varelmann die kommissarische Schulleitung, ehe dann im Februar 1983 Michael Sommer als Schulleiter kam.
Aus dem Tagebuch von Rektor Michael Sommer, 1996

Sonderschulrektor Michael Sommer
Neuer Schulleiter quasi über Nacht
Bewerbungsgespräch: 05. Januar 1983
Dienstantritt: 01. Februar 1983
Träger, Kollegium und Betroffener selbst rieben sich die Augen angesichts des atemberaubenden Tempos der Besetzung der Schulleiterstelle.
Bauabschnitte
Drei schulische Außenstellen im Schulzentrum, im Sonderkindergarten und in der Grundschule Höner Mark hatten den Organisationsplan der Schule stark strapaziert. Mit einem großzügigen Raumkonzept unter einem neuen Dach ließ sich später ganz komfortabel arbeiten.
Hausvorstand over troubled waters
Wie der Geist Gottes am Schöpfungsmorgen über den Wassern schwebte und das Chaos ordnete, so sollte auch der Hausvorstand alle außerhalb und innerhalb der Einrichtung aufschäumenden Wogen glätten, gegenläufige Entwicklungen harmonisieren oder wenigstens ihre "Abgründe" überbrücken.
Nachfrage nach Schulplätzen
Wachsendes Selbstverständnis der schulischen Bildung schwer mehrfach behinderter Kinder, Ausweitung des Begriffs "Körperbehinderung" und nicht zuletzt die anerkannte Fachkompetenz des Hauses führten dazu, dass immer mehr Eltern für ihre Kinder unsere Schule wählten. Das Raumprogramm war schon bald nicht mehr so üppig!
Standortbestimmungen
Mal stärker mit Blick auf die Organisation, mal auf Schüler, dann auf Personal, auf Kosten und auch auf Leitung mussten Standortbestimmungen überdacht werden. Wie dabei Orientierung behalten, nicht ins Routieren geraten, kurzatmige Tageslösungen vermeiden? Nur beständig reflektierendes Strukturieren und Arbeiten konnte zu durchhaltbaren und fachlich anerkannten Positionen führen. Mein größtes Glück: Es waren immer genügend Kollegen, Mitarbeiter und Eltern da, die engagiert, erfinderisch und vertrauensvoll diesen Weg mitgingen! Der tragende Konsens dieses vom Teamgeist bestimmten Ringens um die besten Konzepte: Im Mittelpunkt steht der Schüler. Jeder ist wichtig! Denn er hat seine Würde von Gott.
Aus dem Tagebuch von Rektor Michael Sommer, 1996

Das Kollegium 1992 - vergrößern
Anwachsen des Kollegiums auf fast 90 Personen
Die gestiegene Schülerzahl und der hohe Anteil junger Frauen mit Teilzeitbeschäftigung führten zu einem immer größer werdenden Kollegium. Damit insbesondere die Schüler überhaupt noch "erkennen" konnten, mit wem sie es zu tun hatten, d. h. Personalität noch erfahrbar werden konnte, war die Bildung personaler und damit organisatorischer Substrukturen notwendig.
gez. Michael Sommer

Sonderschulrektor Guido Venth
Schule im Wandel
Die Koordinatorenrunde
Im Sommer 1996 wurde Guido Venth neuer Schulleiter im Kardinal-von-Galen-Haus. Die weiter anwachsende Schülerzahl veranlasste ihn, die Strukturen innerhalb der Schulleitung zu ändern. Er berief eine Erzieherin und eine Therapeutin in die Koordinatorenrunde und erweiterte das Schulleitungsgremium. Dies geschah in Anlehnung an die Strukturreform der Josefs-Gesellschaft.
Das Förderzentrum
Die Schule für Körperbehinderte erfüllt alle Aufgaben eines Förderzentrums. Guido Venth erreichte nach vielen Gesprächen und Verhandlungen mit der Bezirksregierung und dem Ministerium, dass die sonderpädagogischen Überprüfungsverfahren und Tätigkeiten des Mobilen Dienstes übernommen werden konnten.

Die Koordinatorenrunde v.l.: Christa Helmes, Guido Venth, Christine Klante, Gudrun Büsselmann, Magdalena Bruchmann, Michael Koke
Seit 1999 werden die Überprüfungsverfahren im Kardinal-von-Galen-Haus durchgeführt. Dies ermöglicht einen effizienten Einfluss auf die zukünftige Schülerschaft und auf die Entwicklung der Schülerzahl. Mit Beginn des Schuljahres 2001/2002 stieg die Schule für Körperbehinderte in den Mobilen Dienst ein und wird so auch dieser Aufgabe eines großen Förderzentrums gerecht.
Start
Inhalt