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Kardinal-von-Galen-Haus - Josefs-Gesellschaft

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Geschichte

Startschuss schon 1969

St. Anna-Hospital in Dinklage
Das St. Anna-Hospital in Dinklage

Die Sorge um den Fortbestand des Dinklager St. Anna-Hospitals war die erste Antriebskraft für die Entwicklung der Idee, ein Rehabilitationszentrum für Menschen mit Körperbehinderungen neu zu errichten. Das kleine Belegkrankenhaus mit 85 Betten konnte aufgrund der fehlenden Fördermittel die Aufgaben eines Allgemeinkrankenhauses nicht erfüllen.

Es gibt ein festes Datum, mit dem die Vorgeschichte des Kardinal-von-Galen-Hauses verbunden ist: Am 01. August 1965 wurde der damals 39-jährige Wilhelm Niemann neuer katholischer Pfarrer in Dinklage. Schon im Herbst desselben Jahres gab es dann die ersten Gespräche des Pfarrers und Kuratoriumsvorsitzenden der ortsansässigen St. Anna-Stiftung mit dem damaligen Caritasdirektor im Offizialatsbezirk Oldenburg, Hans Watermann, über die Zukunft des Krankenhauses.

Von Watermann, so erinnert sich Pfarrer W. Niemann, kam die Anregung, "etwas für körperbehinderte Kinder zu tun." So wurde überlegt, eine orthopädische Klinik mit 150 Betten, ein Kinderdorf bestehend aus mehreren Wohnungen und eine Sonderschule für Körperbehinderte mit Gebäuden für Wirtschaft und Verwaltung zu bauen. Aus dem Rehabilitations-Gedanken entwickelte sich der Begriff "Reha-Zentrum", der heute noch in Dinklage gebräuchlich ist.

Bürgeraktion  Dinklage
Bürgeraktion Dinklage: (v.l.) Heinz Groneick, Josef Kathe, Arnold Middendorf, Heinrich Langoschund Albert Bahlmann.

Es folgten Gespräche mit dem Offizialat in Vechta und im Jahr 1966 mit Monsignore Theodor Luig von der Josefs-Gesellschaft in Köln, mit der schon damals eine Zusammenarbeit angestrebt wurde. Seit 1904 rehabilitieren sich Menschen mit Behinderungen in der Josefs-Gesellschaft, die ihr Wissen und ihre Erfahrung einbrachte. Von Beginn an wurde die Gemeinde in die Planungen mit einbezogen. Erste Baupläne wurden durch den Cloppenburger Architekten Ludger Sunder-Plassmann erstellt. Für die Realisierung des anspruchsvollen Projektes genehmigten der Landkreis Vechta 1968 571.000 Mark und die Gemeinde Dinklage 500.000 Mark.

In Dinklage selbst wurde die Idee zunächst getragen vom Kuratorium der St. Anna-Stiftung, dem neben Pfarrer Wilhelm Niemann Gärtnermeister Arnold Bahlmann, Bauer Többe-Schwegmann, August Hengemühle und der Kaufmann Alfred Bröring angehörten. Mit dem Ausscheiden einiger Mitglieder kamen Walburga Schumacher, Hans Schmunkamp und später Albert Bahlmann neu in das Gremium. Dem Kuratorium gelang es mit Unterstützung des Dinklager Handels- und Gewerbevereins, der sich eigens in "Bürgeraktion" umbenannte, die gesamte Bevölkerung für das "Reha"-Konzept zu begeistern.